News

28.05.2020


Junge Rauchschwalben im Nest © S. Marchart

Bereits seit Jahren sind sinkende Bestände von Mehl- und Rauchschwalben bekannt. Doch wo kommen diese beiden Vogelarten aktuell in Niederösterreich noch vor? Das Team der Österreichischen Vogelwarte - Außenstelle Seebarn (NÖ) der Vetmeduni Vienna erforscht Vorkommen und Verbreitung beider Schwalbenarten und hat in diesem Jahr das Citizen Science Projekt "SchwalbenNESTwerk" ins Leben gerufen.

Dieses Forschungsprojekt richtet sich vor allem an interessierte Privatpersonen, Betriebe, öffentliche Einrichtungen oder Reitställe mit mehreren Nestern von Mehl- oder Rauchschwalben.Die gesammelten und analysierten Daten ergeben eine Grundlage, um Lebensraum und Nistplätze der Schwalben in Städten, Agglomerationen und Dörfern zu schützen.

Schwerpunktmäßig wurde 2019 gemeinsam mit der Bevölkerung in mehreren Gemeinden Niederösterreichs begonnen, die Bestände von Mehl- und Rauchschwalben zu erforschen. Die Auswertung erster exemplarischer Analysen in den Gemeinden Langenlois und Grafenwörth zeigte, dass sich besonders viele Mehlschwalbennester an der Fassade einer Hauswand mit einem Abstand von weniger als fünf Metern zueinander finden lassen. Interessant war zudem, dass über 50 Prozent der Befragten gerne wieder Schwalben am eigenen Haus oder im Hof brüten sehen würden. 

Ein spannender Artikel hierzu erschien auch in DER STANDARD.

25.05.2020

Einblicke in den Turmfalken Nistkasten © Vetmeduni Vienna

 

Am 22. Mai 2020 lud die Österreichische Vogelwarte der Vetmeduni Vienna live zu einem virtuellen Spaziergang durch ihre Außenstelle in Seebarn am Wagram (NÖ) ein und gab Einblicke in ihre Arbeit. Bei einem kleinen Rundgang durch die Station, stellte der Leiter der Außenstelle, Richard Zink, das ehemalige Volksschulgebäude und dessen Wandel zur ornithologischen Forschungsstation mit den Schwerpunkten Ausbildung und Öffentlichkeitsarbeit vor. 

Besonders sehenswert: die Beringung zweier Jungvögel - ein Turmfalke sowie eine Dohle wurden vom Team Seebarn mit einem Vogelring markiert und erhielten von den Live-Zusehern einen Namen.

Sie haben die Live-Übertragung verpasst? Dann schauen Sie doch hier vorbei und erleben Sie, wie Isis, der Turmfalke und Loki, die Dohle, zu ihren Namen kommen!

Bis die Jungvögel flügge sind, haben Sie noch die Möglichkeit die Tiere aufwachsen zu sehen. Hier geht es zur live Webcam der Turmfalken und Dohlen.

 

26.02.2020

Aktuelle Vogelbeobachtung aus Wien: Graureiher © rd / stadtwildtiere.at

Am Sonntag, den 23. Februar 2020, ging mit der Meldung eines Fuchsbaus in Wien die 10.000 Beobachtung über die Meldeplattform StadtWildTiere – Wien ein.

Das Projekt StadtWildTiere wurde 2015 in Wien ins Leben gerufen. Mit März 2019 kam das Schwesterprojekt Wilde Nachbarn hinzu, welches sich vor allem mit dem Vorkommen und der Verbreitung von Wildtieren in ländlichen Siedlungsräumen beschäftigt. Neben der Schwerpunktregion Wien liegt der Fokus seit dem vergangenen Jahr besonders auf der Region Wagram in Niederösterreich und den dortigen Vogelvorkommen z.B. von Mehl- und Rauchschwalben. International gibt es mehrere lokale Projekte in der Schweiz und in Deutschland.

Das Team der Österreichischen Vogelwarte – Außenstelle Seebarn bedankt sich ganz herzlich bei allen engagierten Melderinnen und Meldern und freut sich auf die nächsten 10.000 beobachteten Wildtiere in der Stadt und am Land!

07.02.2020

Im Basler St. Johann-Quartier wurde ein Waschbär gefunden - allerdings sei das Tier tot und die Ursache unklar, wie Radio SRF 1 in einem Beitrag vom 7. Februar 2020 berichtete. In der Schweiz wurde in den letzten Jahren die Anwesenheit von einigen wenigen Waschbären dokumentiert.

Waschbär vor dem Zürcher Opernhaus

Für die Stadt Zürich wurde im November 2018 auf StadtWildTiere Zürich ein Waschbär gemeldet, der am Abend durch die Menschenmenge beim Opernhaus im Stadtzentrum rannte und dabei von Passanten gefilmt wurde.
Während in Deutschland gebietsweise hohe Populationsdichten von Waschbären vorkommen und er auch in Österreich als weit verbreitet gilt, scheint sich die Art in der Schweiz noch nicht allgemein etabliert zu haben. Gut möglich, dass sich das in den nächsten Jahren ändern wird.

Beitrag von SRF 1 vom 7. Feb. 2020

05.01.2020

 
Zauneidechse: Männchen (links) und Weibchen (Bild Bea Schmuckli / stadtwildtiere.ch)

Kennen Sie die rund 15 Reptilienarten, welche im deutschsprachigen Raum Europas leben (D: 14 Arten, AU: 15, CH: 17 Arten)?

Die Zauneidechse ist eine der bekannteren Arten, die auch in Gärten und Grünanlagen vorkommen kann. Sie hat einen gedrungenen Körper und relativ kurzen, nicht mehr als körperlangen Schwanz, im Unterschied zur Mauereidechse, die grazil wirkt und deren Schwanz doppelt so lang wie der Körper ist. Zauneidechsen brauchen Hecken mit Dickicht, Steinhaufen, Altgrasstreifen. Sie können weniger als die Mauereidechse entlang von Mauern in die Höhe fliehen, weshalb sie häufiger von Hauskatzen erbeutet werden.

Besuchen Sie das Zauneidechsen-Portrait auf den StadtWildTiere- und Wilde Nachbarn-Webplattformen und finden Sie dort Hinweise, wie die Art gefördert werden kann.

21.11.2019

Auszeichnung der Gewinner. © OeAD GmbH/APA-Fotoservice/Schedl

Die feierliche Festveranstaltung des Citizen Science Award fand am 19. November 2019 im Festsaal der Universität Wien statt. Das Projekt Wilde Nachbarn der Österreichischen Vogelwarte war unter dem Motto „Flugkünstler gesucht – Schwalbe gesehen?“ als eines von sieben Projekten vertreten. Der Award wurde bereits zum fünften Mal durch das Zentrum für Citizen Science des OeAD organisiert.

Ziel des Projektes war es, das Vorkommen von Mehl- und Rauchschwalben im Bezirk Tulln zu erforschen. Citizen Scientists - sowohl teilnehmende Schulklassen als auch Einzelpersonen – fotografierten Nester der beiden Schwalbenarten und trugen ihre Beobachtungen auf der Plattform www.wildenachbarn.at ein.

Während des Citizen Science Award-Tages hatten interessierte Schulklassen die Möglichkeit im Rahmen eines Workshops mehr über die Vogelwelt in Stadt und Land zu erfahren sowie einen Blick hinter die Kulissen der verschiedenen Nisthilfen und Vogelnester zu werfen. Bei der anschließenden Verleihung des Awards wurden attraktive Sachpreise für zwei Einzelpersonen und ein Preisgeld für die gewinnende Schulklasse des BG/BRG Tulln (NÖ) vergeben. Gewonnen haben dabei die Personen bzw. die Schulklasse mit der höchsten Punkteanzahl für gemeldete Schwalbennester.

Herzlichen Glückwunsch an die Gewinner und vielen Dank an alle fleißigen Melderinnen und Melder! Wir freuen uns auch im kommenden Jahr über weitere Beobachtungen von Mehl- und Rauchschwalbennestern.

31.10.2019

Erdhummel (© Cornelia Hürzeler / stadtwildtiere.ch)

In einer neuen Studie, publiziert am 31. Oktober 2019 im renommierten Wissenschaftsjournal Nature, wird für den Zeitraum von 2008 bis 2017 ein erschreckender Rückgang der Insekten nachgewiesen. Besonders stark ist der Rückgang in landwirtschaftlich genutzten Gebieten, wo zwischen 2008 und 2017 die Biomasse der Insekten um 67%, die Anzahl Individuen pro Art um durchschnittlich 78% und die Anzahl der Arten um 34% abnahm. Ein drastischer Rückgang sowohl der Biomasse (41%) als auch bei der Anzahl Arten (36%), nicht aber in der Individuenzahl pro Art, war auch in Waldgebieten zu verzeichnen. 

Die Daten wurden in drei Regionen Deutschlands erhoben und von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern verschiedener deutscher und schweizer Forschungseinrichtungen ausgewertet und diskutiert. Die deutlichen Resultate dürften auch auf die Verhältnisse in anderen mitteleuropäischen Gebieten übertragbar sein.

Der Rückgang der Insekten ist nicht nur für diese selber gravierend, Insekten bilden auch die Nahrungsgrundlage für viele andere Tiere und spielen eine wichtige Rolle bei der Bestäubung von Kulturpflanzen. 

Link zum Abstract der Publikation

20.09.2019

Foto: Nicolas Armer, Keystone

Neue Studien weisen nach, dass die weltweit häufig eingesetzten Insektizide der Gruppe der Neonicotinoide mit verantwortlich sind am dramatischen Rückgang der Vogelpopulationen in Landwirtschaftsgebieten.

Der TagesAnzeiger gibt einen Überblick über die kürzlich publizierten wissenschaftliche Arbeiten, eine davon über Untersuchungen an Sperlingen der Universität Neuchâtel.

07.08.2019

Aktuelle Eichhörnchenbeobachtung, © Judith Niggli / wildenachbarn.ch

Am Dienstag, 6. August, ging mit einer Meldung eines Fuchses aus der Stadt Luzern die 40’000ste Beobachtung auf den Meldeplattformen StadtWildTiere und Wilde Nachbarn ein.

Das Projekt StadtWildTiere wurde 2013 in Zürich lanciert. Im Mai 2016 startete das Projekt Wilde Nachbarn. Mittlerweile gibt es lokale Projekte in 8 Städten und 5 Regionen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Nebst einer deutschsprachigen Version, wird das Projekt Wilde Nachbarn Schweiz auch auf Französisch angeboten (Nos voisins sauvages).

Vielen Dank an alle fleißigen Melder/innen aus allen Projekten. Wir freuen uns bereits auf die nächsten 40’000 Meldungen!

10.07.2019


Strassenbäume und grosszügige Baumscheibe (Bild Max Ruckstuhl / Grün Stadt Zürich)

Wenn es draußen heiß ist, fliehen die Menschen aus den Städten, weil es auf dem Land oder an Gewässern kühler ist als in den zubetonierten Häuserschluchten. Deshalb investieren immer mehr Städte in die sogenannte Hitzevorsorge. Beitrag und Gespräch mit dem Landschaftsarchitekten Carlo Becker auf Schweizer Radio SRF 1.

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